Rügen Info's

Kasnevitz Kirche

Kirchen auf Rügen


Kirche Altefähr
An der Stelle einer älteren Kapelle wurde in der zweiten Hälfte des 15. Jh. Die heutige Kirche aus Backstein errichtet. Sie besitzt einen im Osten geschlossenen Chor mit glatter Decke, Sakristei und blenden-gegliedertem Ostgiebel, ein saalartiges Langhaus und einen Westturm, dessen Obergeschoss 1692 in Fachwerk erneuert und mit einem achtseitigen Helm bekrönt worden ist. Die alte Balkendecke im Schiff wurde 1737 durch ein hölzernes Tonnengewölbe ersetzt und zur gleichen Zeit der mittelalterliche Triumphbogen zwischen Chor und Schiff herausgebrochen. Die Ausmalung stammt von 1912.

Kirche Altenkirchen
Nach der Christianisierung Rügens durch Bischof Absalom von Roskilde wurde diese Kirche als eine der ersten Dorfkirchen der Insel wohl noch vor 1200 als dreischiffige Säulenbasilika aus Backstein mit Chor und Apsis begonnen. Danach entstand das dreischiffige Langhaus mit Kreuzpfeilern und flacher Decke. Aus der Werkstatt des Stralsunder Bildhauers Elias Keßler stammt der barocke Altaraufbau mit fünf schönen Engelfiguren; sein ursprüngliches Tafelbild wurde 1863 durch ein anderes von Gottfried Pfannschmied mit der Darstellung des in den Wellen versinkenden Petrus ersetzt. Die Kanzel und das Gestühl sind 1861 entstanden.

Kirche Gingst
Der rechteckige Chor der heutigen, aus Backstein gebauten Hallenkirche entstand um das Jahr 1300 und muss lange Zeit für die Gemeindegottesdienste ausgereicht haben, denn das dreischiffige Langhaus kam erst rund hundert Jahre später hinzu. Der Westturm wurde nach 1450 errichtet, doch seine achteckige Haube ist aus dem 18. Jahrhundert.  Die jetzige Ausmalung entstand 1963 in Anlehnung an die freigelegten Reste der mittelalterlichen bzw., barocken Farbigkeit des Raumes.  Besondere Beachtung verdient auch die 1795 von dem Meister Christian Kindten in Sagard gebaute Orgel mit einem bisher annähernd original erhaltenen, 1957 restaurierten Werk. Der reiche Orgelprospekt mit Zymbelstern und mechanisch bewegten Engelfiguren ist das Werk des Stralsunder Kunsttischlers Nathanael Freese.

Pfarrhaus Gingst
Das Pfarrhaus liegt unmittelbar bei der Kirche. Es ist ein siebenfach langes Fachwerkgebäude mit Mansarddach, Dachgaube und charakteristischen norddeutschen „Fledermausgauben“. Das Haus wurde 1738 errichtet. Die zwei Dachgauben zum Garten haben Muster im Mauerwerk. Der Pfarrhof wurde 1995 restauriert, zu ihm gehört ein großer parkartiger Pfarrgarten.

Kirche Neuenkirchen
Die in der ersten Hälfte des 15. Jh. aus Backstein errichtete Kirche mit einem schmaleren Rechteckchor birgt u.a. ein 1636 von dem fürstlichen Landvogt Eccard v. Usedom und seiner Ehefrau Judith gestiftetes Kastengestühl. Die ursprünglich in der Marienkirche von Bergen stehende Kanzel stammt inschriftlich aus dem Jahre 1567, der Schalldeckel kam zwei Jahrzehnte später hinzu. Zwei zinnerne Altarleuchter mit balusterförmigem Schaft und steilem Fuß wurden 1639 gestiftet. In dieser Kirche läutet die älteste Glocke der Insel.

Kirche Trent
Der kreuzrippengewölbte Chor entstand um 1400. Am Ende des 15. Jh. wurde das Langhaus als dreischiffige Halle errichtet. Auch der massive Turm soll aus dieser Zeit stammen. Er erhielt zu Beginn des 17. Jh. seine barocke Haube. Der anschauenswerte Altar wurde 1752 in Stralsund geschaffen. Die Fertigstellung des Taufbeckens wird auf etwa 1300 datiert. 

Kirche Waase
Von einem schon für 1322 bezeugten älteren Kirchengebäude in Waase ist nichts erhalten geblieben, denn die aus Backsteinen errichtete jetzige Kirche mit Rechteckchor und saalartigem Schiff stammt aus der 2. Hälfte des 15. Jh., wobei die Schiffslängswände wohl um 1600 noch einmal in Fachwerk erneuert wurden. Das kostbarste Ausstattungsstück des kleinen Kirchenraumes ist aber der um 1520 in einer Antwerpener Werkstatt geschaffene große brabantische Schnitzaltar mit seinem Reichtum an szenischen Reliefs und qualitätvollen Tafelbildern. Ursprünglich für eine Kirche in England bestellt, war er von Stralsunder Kaufleuten für die dortige Nikolaikirche erworben, später in der Heiligengeistkirche aufgestellt und schließlich 1708 nach dem zum Besitz des Stralsunder Heiligengeistspitals gehörenden Waase gebracht worden. 

Alte Küsterei Waase
Die Ausstellung macht mit der Nationalparkproblematik und insbesondere mit dem Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft vertraut, stellt dann den Teil West-Rügens vor, von dem sie zu den Besonderheiten der Insel Ummanz überleitet. Grünlandnutzung und Forstwirtschaft sind genauso Themen wie Biotop- und Artenschutz. Neben Informations-tafeln tragen Präparate und durch die Besucher handhabbare Ausstellungselemente zur Veranschaulichung bei.

Kirche Wiek
In der im ersten Drittel des 15. Jh. aus Backsteinen errichteten Hallenkirche steht eine in aus Holz geschnitzte, etwas unter Lebensgröße bleibende Gruppe des heiligen Georg zu Pferde. Der in höfischer Turniertracht dargestellte Heilige trug in der verlorengegangenen rechten Hand wohl seinen Helm, während die linke die Zügel des – inzwischen völlig vergangenen – ledernen Zaumzeuges fasste; Beine und Ohren des Pferdes wurden 1927 erneuert.

Rügen von A bis Z: Breege, Juliusruh, Seebad

Breege (ca. 790 Ew.) ist ein altes Fischerdorf und liegt an der Nordspitze des Breeger Boddens. Die Kapitänshäuser (18. u. 19. Jh.) erinnern noch an die Blütezeit der Segel-Schifffahrt. Bauart und Größe waren ungewöhnlich für ein Fischerdorf. Im Jahre 1887 kamen die ersten Sommergäste nach Breege. Der Hafen ist neben Wiek einer der Haupthäfen am Großen Jasmunder Bodden. Von Breege fahren Ausflugsschiffe zur Insel Hiddensee nach Vitte. Sport- und Fischerboote prägen ebenfalls das Hafenbild. Julius Christoph von der Lancken ließ im Jahre 1795 unmittelbar hinter der Düne ein Sommerhaus und eine ca. 10 Hektar große Parkanlage im französischen und englischen Stil errichten und nannte diesen Landsitz Juliusruh. Von der Lancken mußte schon bald seinen Landsitz verkaufen, der bald verfiel und verwilderte. 1895 erbaute der Berliner Unternehmer Karl Heckert das erste Hotel in den Dünen, das spätere Kurhaus. Im selben Jahr wird die Kurvereinigung gegründet. Der Park wurde wieder hergestellt und erweitert, der Baumbestand hatte sich prächtig entwickelt. 1928 werden Breege und Juliusruh zu einer Gemeinde vereinigt. Seit 1996 trägt Breege den Titel "Seebad". Der Park ist erneut hergerichtet, ein Gedenkstein erinnert an den Erbauer Julius von der Lancken. Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen sowie Gaststätten sind ausreichend vorhanden. Eine der beliebtesten Gaststätten in Breege ist das "Windland" -sehr gute Küche, freundliche Bedienung und ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Ein schöner feinsandiger Strand, die "Schaabe", erstreckt sich von Glowe bis nach Breege/Juliusruh.